Ploudalmezeau – was sonst?!

Montag, 10. Juli 17 – Wir packen unsere sieben Sachen und verlassen den schönen Platz in Gouarec. Ziel ist – wie soll es anders sein: Ploudalmezeau oberhalb von Brest, ganz im Norden der Bretagne. Fleißige Leser wissen, dass wir hier schon öfter waren und dass es uns immer wieder in dieses schöne Ecke zieht.

Erstmal wird es herbstlich

Am Montag waren bereits Wolken angesagt und die zeigten sich dann auch schnell. Abends tröpfelte es schon ein bisschen und wir genossen einen kuscheligen Abend im gemütlichen Kulti bei angenehm kühlen Temperaturen.

Dienstag wurde es dann richtig herbstlich, mit Wind und Nieselregen und Temperaturen um die 18 Grad. Morgens schafften Emma und ich aber noch einen regenfreien Spaziergang. Emma flippte mal wieder aus, wie immer bei solch breiten und feinsandigen Stränden. Weite Dünenlandschaft mit unzähligen Kaninchenbauten, dicker weicher Rasen auf dem Campingplatz und breiter Sandstrand mit vielen Möwen – Emmas Paradies auf Erden.

Dünenlandschaft, Ebbe-Strand und der Versuch der Vogel-Fotografie

Mittwoch war es immer noch wolkig, aber zwischendurch zeigte sich auch mal die Sonne. Vermutlich aufgrund des Wetters ist es hier herrlich ruhig. Von uns aus darf es so bleiben – wir bekommen ja noch genug Sonne in unserer Heimat.

Emma freut sich sehr, denn wir können kaum aufhören durch die Gegend zu spazieren. So genießt Emma täglich vier Spaziergänge von jeweils
1 bis 1 ½ Stunden.

Das Licht ist zwar zum Fotografieren nicht so prickelnd, aber ohne Fotos geht’s einfach nicht. Fotos von Ploudalmezeau bei Sonnenschein gibt es ja auf diesem Blog genügend, zum Beispiel hier: klickst du da und klickst du dort.

Diese Landschaft fasziniert uns immer wieder. Zudem fabrizieren Wolken und Sonne himmlische Bilder:

Bei Ebbe ist der Strand natürlich noch riesiger. Emma hatte Glück und fand einen Renn-Kumpel, der genauso flott war wie sie.

 

Nein, sie hat keine Möwe gerupft. Emma tötet nix, sondern sammelt lediglich Federn – genauso wie ich.

Diese zwei soooo tollen Hunde laufen hier frei herum. Sie haben Halsbänder an, also vermutlich sind sie aus dem Dorf. Die Hunde sind so was von freundlich, dass sie sich direkt anschließen wollen – und das tun sie auch. Hier kamen sie uns entgegen. Emma wusste nicht so recht, wie sie an den beiden Hunden vorbei kommen sollte – Emma im Konflikt.

Und da schauen sie uns noch hinterher – einfach zum Knutschen knuffig. Emma sichtbar erleichtert, dass sie diese zwei „Hindernisse“ bewältigt hat :))

Hier fließt ein Bach ins Meer und an der Mündung versammeln sich abends sämtliche Vögel. Diesmal habe ich ja ein Teleobjektiv mit und ich konnte es kaum erwarten, all die Vögel zu fotografieren. Das mache ich auch nochmal bei besserem Licht.

Allerdings ist da ja die Emma, Weltmeisterin im Vogel-Aufjagen. Sie kennt aber auch das „Down“ und legt sich brav hin, bis ich sie zum „Lauf“ animiere und sie losspurten darf. Klappte auch super: Sie blieb liegen, ich schlich mich an die Vögel heran … und kaum fing ich an zu fotografieren, flitzte Emma los, ohne auf mein „Lauf“ zu warten, grrrr. Nun ja, sie hatte sehr viel Spaß und ich werde sie beim nächsten Mal anleinen.

Die olle Hippe die. Als ich aufhörte zu fotografieren, widmete sie sich der Buddelei.

Sonnenuntergang in Ploudalmezeau

Da der Himmel sich Mittwochabend etwas aufklarte, sind wir gegen 22 Uhr losgezogen, um der Sonne beim Untergehen zuzuschauen. Schön war es:

 

Wir werden sehr wahrscheinlich noch zehn Tage bleiben – ist nämlich sauschön hier. Außerdem würde ich gerne nochmal über den Wochenmarkt von Ploudalmezeau schlendern und der ist freitags. Morgen ist Nationalfeiertag, also kein Markt. Müssen wir wohl noch ne Woche dranhängen – sehr gut.

Camping Municipal

Unverständlicherweise hat der Campingplatz am Anfang dieser geschützten Dünenlandschaft immer noch geschlossen. Also campen wir wieder auf dem Camping Municipal. Es gibt halt einfach tolle Campingplätze, die nicht diese typische, für uns eklige Campingplatz-Atmosphäre haben (eklig = eng, brav gereiht und gar nicht locker, flockige Camper-Typen). Dieser Platz hier zählt zu den tollen Plätzen und befindet sich in der Dünenlandschaft – herrlich, herrlich.

Das letzte Mal waren wir vor zwei Jahren hier. Die Preise haben sich ein wenig verändert. Sonst ist aber alles gleich geblieben – auch die ewig kaputten Duschen, haha. Man muss nämlich beim Duschen dauerhaft eine Hand auf den Duschknopf drücken, sonst steht man wasserlos unter dem Duschkopf. Das haben wir hier nie anders kennengelernt. Scheinbar gehört das auf diesem Platz zur Normalität.

Naja, was solls. Gibt Wichtigeres. Nämlich: Viel Raum um einen herum. Und das findet man hier vor:

Er ist auch wieder mit seinen Menschen da – wie schon vor zwei Jahren. Und: Er hat uns auch schon die Butter aus unserem Koch- und Esszelt geklaut und die Butterdose fein säuberlich ausgeschleckt.

Preis: 125 Euro für 7 Nächte inkl. Strom.

Nicht sooo günstig. Für Hund bezahlt man auch – warum auch immer.

Fallstudie Menschen

Ich bin immer wieder erstaunt über: So kann man als Hundehalter mit kleinen Sachen großen Leuten eine Freude machen.

Viele viele bunte Kackbeutel

Keine Ahnung, ob Kackbeutel hier in Frankreich noch nicht so im Trend liegen. Fakt ist, dass ich bereits mehrere Menschen mit bunten Kackbeuten ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Außerdem hob man freundlich den Daumen oder rief mir ein freundliches „Merci“ entgegen.

Wie schön, dass Kackbeutel so viel Freude auslösen können. Da habe ich mir doch gleich farbige Beutelchen in leuchtendem Grün, Babyblau und Rosa geholt – Hundehaufen in Farbe erfreut vielleicht noch mehr, als Hundehaufen im schwarzen Beutel, hehe.

Hund im Fahrradanhänger

Man radelt so durch die Gegend und hinterm Radl liegt der Hund ganz entspannt im Fahrradanhänger. Auf einer Bank sitzen drei ältere Menschen, deren Gesichter ein wenig Lebensspannkraft gebrauchen könnten. Das passiert auch, wenn man mit Hund im Hänger an Menschen vorbei radelt: Sofort leuchten die Augen, die Gesichter erwachen und die Münder sprechen Worte voller Entzückung aus. Emma wird auch direkt angesprochen und irgendwie erinnert das an die Menschen, die beim Anblick eines Kinderwagens schier in Ohnmacht fallen – und dem erstaunten Babyface „Wutzelbutzel-Eieiei“  entgegen brabbeln.

Wie schön, dass Hund im Fahrradanhänger so viel Freude auslösen kann. Freut sich der Mensch, freut sich auch der Hund – oder so.

 

 

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