Die Panne und der heilige Michel

Wir verließen Lampaul-Ploudalmezeau und tuckerten fröhlich weiter. Und dann versagte der Kulti schon wieder. Aber: Letztlich war alles gut und heute Abend genießen wir den heiligen Michel.

Montag, 07. August 17 – Nachdem wir vier Wochen in Lampaul-Ploudalmezeau waren, machten wir uns doch mal auf und verließen diesen wunderschönen Platz. In den letzten Tagen wurde es auch wesentlich voller – und lauter. Vorher war das Leben dort auf dem Campingplatz wie Freicampen. Aber gut, sind ja Sommerferien und somit kam irgendwann der Tag, an dem die Atmosphäre anders wurde – und wir somit „Auf Wiedersehen“ sagten.

Wir machten noch einen Großeinkauf, damit Kühlschrank und Vorratsschränke wieder gefüllt sind und tuckerten los. Rund 200 km fuhren wir, wie immer maximal 70 km/h und mit Absicht keine Berge. Und trotzdem bekam Kulti plötzlich Fieber – so eine verfickte Scheiße – sorry, das musste jetzt mal sein.

Das Gute war: Wir konnten direkt anhalten, da ein breiter Standstreifen vorhanden war. Das Gute war auch: Wir standen in Frankreich bei angenehmen Temperaturen und nicht im heißen Spanien im Nirgendwo.

Das Gute war diesmal auch der ACE.

ACE und Garage Galivel

Wir warteten gut eine Stunde, bis Kultis Fieber wieder zurückgegangen war. Dann füllten wir Wasser nach und sahen erstmal nix – dann aber sahen wir, dass es tropfte. Mist! Also nix mit weiterfahren, sondern ACE anrufen.

Ok, man hängt in der Warteschleife, aber ist ja auch Hochsaison und es sind unzählige Fahrzeuge unterwegs. Nach 10 Minuten meldete sich eine wirklich freundliche Dame, nahm alles auf und veranlasste, dass uns ein Abschleppdienst abholen kam.

Auf den mussten wir allerdings 2 Stunden warten, denn auch er hatte Hochsaison und wie wir später sahen, fuhr er ein Auto nach dem anderen holen.

Der Abschlepp-Mann war total freundlich. Wir konnten uns ja nicht wirklich unterhalten, denn er sprach nur französisch. Emma durfte auch wieder mit nach vorne in den Abschleppwagen. Die denkt wahrscheinlich, dass Abschleppen zum Reisen gehört – haha.

Es war mittlerweile ca. 19 Uhr, also hatte die Werkstatt geschlossen. Wir wurden samt Kulti an einer Werkstatt hinter einem Dorf abgestellt. Dort war es ruhig und es gab auch Möglichkeiten mit Emma ein bisschen zu gehen.

Dienstag, 08. August 17 – Um etwa 9 Uhr kam ein anderer Abschleppwagen dieser Firma und lud einen PKW auf und Kulti wurden hinten angehängt. Dieser Fahrer sprach ein ganz kleines bisschen Englisch und so konnte er uns lediglich sagen, dass er uns zur Werkstatt schleppt. Eine, die rund 30km weiter entfernt liegt.

Ok, also wieder mit Abschleppwagen weiterfahren. Wir landeten an einer Raststätte mit Wohnmobilstellplatz und sehr großer Werkstatt – die „Garage Galivel“. Die ist wirklich mehr als gut organisiert und das Team nicht nur gut gelaunt, sondern auch kompetent.

Wir rechneten ja damit, dass wir mindestens bis morgen noch warten müssen. Aber, wir kamen ziemlich schnell dran. An Kultis Teile ist jedoch nicht gut ranzukommen. So war das Ganze etwas aufwändig. Der Fehler war schnell gefunden: Ein defekter Schlauch.

Da die Mittagspause dazwischen kam, die bis 14 Uhr ging, war Kulti gegen 17 Uhr wieder gesund. Es wurde der Schlauch erneuert, alle anderen Schläuche kontrolliert und zum Schluss noch eine Probefahrt gemacht. Ich glaube, da kann man nix meckern.

Unsere liebe Emma hat das Ganze übrigens richtig gut mitgemacht. Sie kann sich in solchen Situationen mittlerweile runterfahren, wie so ein Yogi. Auf dem Foto hier sieht sie zwar etwas ängstlich aus, aber da hocken wir direkt vor der Werkstatt, wo es natürlich lauter war. Ansonsten war sie ganz entspannt und ruhig.

Aussicht auf Mont St. Michel

Wir fuhren tatsächlich weiter. Damit hätten wir nicht gerechnet, dachten wir, dass wir morgen oder übermorgen erst weiter kämen. Dank der App „Park4Night“ kamen wir in ein Dörfchen namens Beauvoir. Dort übernachten wir auf einem kleinen Parkplatz mit Aussicht auf Mont St. Michel – wie schööööön.

Und hinter uns eine Kirche:

Mont St. Michel ist ja ansonsten total touristisch geworden. Man muss mit Shuttlebus dahin gurken. Die Stellplätze in der Nähe sind teuer, hässlich und überfüllt. Da war das heute ein zufälliger Glücksgriff, dass wir hier im Dörfchen landeten – und dann auch noch mit Ausblick auf so einen Ort – das kann doch nur ein gutes Zeichen sein :))

Man könnte hier mit Fahrrad zum Michel radeln.

Tun wir aber nicht. Wir werden hier wirklich nur übernachten und uns morgen einen Platz irgendwo im Grünen suchen, vielleicht mit Bach oder so.

Jetzt ist ausruhen angesagt und morgen geht es frisch, fromm (fromm???) und fröhlich weiter.

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